Artikel mit ‘Krankenversicherung’ getagged

Beispiel einer Grenzgängerbewilligung “B-Bewilligung”

Samstag, 04. August 2012

Im Artikel “Bewilligungsverfahren für Grenzgänger Deutschland Schweiz – die 4 Modelle im Vergleich” haben wir die 4 Bewilligungsarten ausführlich vorgestellt. Damit auch visuell klar wird, wie eine solche Bewilligung aussieht ist anbei das Beispiel einer echten “B-Bewilligung” angehängt.

B-Bewilligung oder auch Aufenthaltsbewilligung EG /EFTA

B-Bewilligung oder auch Aufenthaltsbewilligung EG /EFTA

Zur Erinnerung, eine gilt bei Arbeitsvertrag 1 Jahr oder länger beziehungsweise bei unbefristeten Arbeitsverträgen. Die Bewilligung hat eine Gültigkeit von 5 Jahren, was sich anhand des Bildes gut nachvollziehen lässt (Einreisedatum 2007 => gültig bis 2012).

Neben dem Aufenthaltsort / Wohnadresse in der Schweiz wird außerdem noch der Zweck des Aufenthaltes angegeben.

Bewilligungsverfahren für Grenzgänger Deutschland Schweiz – die 4 Modelle im Vergleich

Samstag, 14. Juli 2012

Um in der Schweiz arbeiten zu können benötigen Sie als Grenzgänger Deutschland Schweiz eine so genannte Grenzgängerbewilligung, die mit Hilfe Ihres Arbeitgebers oder durch Sie selbst bei der zuständigen kantonalen Schweizer Behörde (Migrationsamt) beantragt wird.

Um die Grenzgängerbewilligung durchzuführen benötigen Sie von Fall zu Fall verschiedene Unterlagen, fragen Sie als also am besten bei Ihrer kantonalen Behörde im Voraus an. Die Bewilligung ist dabei befristet und ist von der Dauer des Arbeitsvertrages abhängig.

L-Bewilligung | Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA
Bei Arbeitsverträgen mit einer Dauer von weniger als einem Jahr wird die so genannte L-Bewilligung | Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA ausgestellt. Diese L-Bewilligung ist dabei genau so lange gültig wie der eigentliche Arbeitsvertrag. Dauert die Beschäftigung maximal 3 Monate, wird gar keine Arbeitsbewilligung benötigt. Eine Meldepflicht besteht in jedem Fall.

B-Bewilligung | Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA
Gilt ein Arbeitsvertrag 1 Jahr oder länger beziehungsweise ist er unbefristet, so ist die so genannte B-Bewilligung mit einer maximalen Gültigkeit von 5 Jahren zu beantragen.

G-Bewilligung | Grenzgängerbewilligung EG/EFTA
Die G-Bewilligung ist die typische Grenzgängerbewilligung für Personen, die in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen. Von den Grundbedingungen ist sie ähnlich wie die L- / und B-Bewilligung. Wenn der Arbeitsvertrag maximal ein Jahr oder kürzer besteht, dann ist die Bewilligung so lange gültig, wie der Arbeitsvertrag. Bei einem Arbeitsverhältnis von mehr als einem Jahr beträgt die Gültigkeit der G-Bewilligung 5 Jahre. Die Erwerbstätigkeit muss dabei innerhalb der Grenzzone stattfinden.

C-Bewilligung | Niederlassungsbewilligung EG/EFTA
Wenn Sie länger als 5 Jahre in der Schweiz beschäftigt sind erhalten Sie als EU-Bürger eine Niederlassungsbewilligung (C-Bewillligung). Die C-Bewilligung | Niederlassungs-bewilligung EG/EFTA wird dabei unbefristet erteilt. Die Kontrollfrist beträgt 5 Jahre.

Auführliche Infos mit Tabelle und weitern Informationen finden Sie unter http://grenzgaenger-krankenversicherung.t24.info/_dokumente/merkblatt_grenzgaengerbewilligungen.pdf

Krankenversicherung: Falle für ehemals Selbstständige

Samstag, 09. Januar 2010

Ein Selbstständiger, der wieder eine abhängige Beschäftigung aufnimmt, muss zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Egal, wie viel er verdient oder wie lange er schon bei seiner privaten Krankenversicherung (PKV) ist.

Erst wenn diese „neu“ Angestellten drei Jahre lang über der Versicherungspflichtgrenze verdient haben, dürfen sie wieder in die PKV zurück. Nach altem Recht konnten Selbstständige, die eine abhängige Beschäftigung aufnehmen, in der privaten Krankenversicherung verbleiben, sofern ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze lag.

Die jetzige Regelung diene nur dazu, der GKV zusätzliche Beiträge von Personen zu sichern, die rechtlich und tatsächlich nicht des Schutzes der GKV bedürfen, so der Verband der Privaten Krankenversicherung.

Viele privaten Krankenversicherungen haben hier reagiert. So haben ehemals Selbstständige dort die Möglichkeit für die Zeit der Versicherungspflicht in der GKV eine Anwartschaft abzuschließen. Für diesen Personenkreis entfällt hierbei die Begrenzung auf zwei Jahre. Alternativ kann mit dem einigen Tarifen zumindest der Gesundheitszustand für den späteren Neuabschluss des privaten Vertrages gesichert werden.

Geänderte Beihilfevorschriften

Samstag, 31. Oktober 2009

Ergänzenden Krankenversicherungsschutz anpassen

Mit Änderung der Beihilfevorschriften zum 14. Februar 2009 haben Beamte und ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen nur noch dann Anspruch auf Beihilfe, wenn sie eine „beihilfekonforme“ Pflichtversicherung nachweisen können. Dies gilt auch für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Die geforderte Pflichtversicherung muss ambulante und stationäre Leistungen beinhalten und zusammen mit der Beihilfe einen hundertprozentigen Versicherungsschutz ergeben. Den maximalen Selbstbehalt hat der Gesetzgeber auf 5000 Euro jährlich begrenzt, was bei einem Beihilfeanspruch von beispielsweise 50 Prozent 2.500 Euro pro Kalenderjahr entspricht. Der Versicherungsschutz ist dem Dienstherrn mit einem entsprechenden Versicherungsnachweis zu belegen. .

Von dieser Regelung ausgenommen sind die Beamten, die bereits vor dem 1. April 2007 ergänzend krankenversichert waren. Sie haben auch dann Anspruch auf Beihilfe, wenn sie nur den ambulanten oder stationären Bereich abgesichert haben. Umfasst die Versicherung ausschließlich zahnärztliche Leistungen, so müssen diese Beamten ambulante oder stationäre Leistungen nachversichern.

Es wird allerdings empfohlen dringend, auch ohne den gesetzlichen Druck rechtzeitig den Versicherungsschutz zu ergänzen. Zwar macht die Erstattungslücke, etwa durch fehlenden ambulanten Versicherungsschutz, bei einem Beihilfeanspruch von 70 Prozent im Einzelfall nur 30 Prozent der entstehenden Kosten aus. Doch ist dieser 30-prozentige Kostenanteil anders als in den klassischen privaten Selbstbehalt-Tarifen nicht nach oben begrenzt. Eine plötzlich neu auftretende chronische Erkrankung kann aufgrund der finanziellen Dauerbelastung also sogar bis zum Ruin führen.

FOTO: aboutpixel.de © Michael Grabscheit


Impressum | Links