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Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz

Samstag, 20. Juni 2015

Wenn man Schweizer Grenzgänger wird, muss man viel alleine regeln. Auch die eigene Krankenversicherung. Denn in der Schweiz ist es anders als in Deutschland.

In Deutschland wird man von dem Arbeitgeber angemeldet, wenn man unter der Beitragsbemessunggrenze verdient. Liegt man darüber, kann man sich privat oder freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Sofern man einen Arbeitgeber hat, wird dieser die Krankenversicherung mit dem hälftigen Beitrag übernehmen.

In der Schweiz obliegt die Krankenversicherung jedem selber. Der Schweizer Arbeitgeber meldet den Arbeitnehmer auf dem kantonalen Amt an, um die Grenzgängerbewilligung zu beantragen. Das kantonale Amt verlangt von dem Arbeitnehmer einen Nachweis der Krankenversicherung. Dazu hat der Arbeitnehmer 3 Monate Zeit. Für die 3 Monate gilt ein Wahlrecht, das heißt, eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz ist möglich. Nach den 3 Monaten ist das Wahlrecht verwirkt und der Arbeitnehmer kann sich nur gesetzlich nch KVG versichern.

Für die Entscheidung der Krankenversicherungspflicht muss sich der Grenzgänger ein paar Fragen stellen, um die Entscheidung für eine Krankenversicherung zu treffen.

1) Wie sieht meine Familiensituation aus?

2) Kann und möchte ich Gesundheitsfragen beantworten?

3) Möchte ich wie bisher versichert sein - gesetzlich oder in den Genuss einer Mehrleistung im Krankenfall kommen?

4) Wie alt bin ich?

5) Wie sieht meine Zukunft aus? Möchte ich Deutschland wohnen bleiben oder plane ich bereits bei gutem Verlauf in die Schweiz zu ziehen?

Wer sich alleine versichern kann und schon immer auf eine gute Absicherung im Krankheitsfall legt, sollte sich in jedem Fall von der Versicherungspflicht befreien lassen und eine private Absicherung oder den Mondial Globe der SWICA wählen.

Wer Familie hat und auch Kinder absichern muss, für den empfiehtl sich aus Kostengründen sicher die gesetzliche Krankenversicherung und der sollte sich nicht befreien lassen von der KVG - Pflicht. Natürlich kann auch eine Familie sich privat versichern.

Wer sich von der Versicherungspflicht befreien lassen hat, kann es nicht rückgängig machen. Wir wissen jdeoch von Ausnahmegesuchen beim kantonalen Amt. Letztlich trifft diese Entscheidung das kantonale Amt, ob diese zustimmen oder ddas Gesuch ablehnen.

Das Wahlrrecht kann erneut ausgeübt werden, wenn zwischen 2 Grenzgängertätigkeiten eine Rückkehr nach Deutschland vorliegt oder bei einem Arbeitgeberwechsel innerhalb der Schweiz.

Anders sieht es bei der Versicherungspflicht aus. Wer sich nicht zu Beginn befreien lassen hat, kann auf Grund geänderter Familiensituation das Wahlrecht neu ausüben. Dazu muss eine Heirats- oder Geburtsurkunde beim kantonalen Amt vorgelegt werden. Dies erstellt dann ein Dokument zur erneuten Ausübung des Wahlrechtes. Der Arbeitnehmer muss dann die neue Krankenversicherung vorlegen.

Beispiel einer Grenzgängerbewilligung “B-Bewilligung”

Samstag, 04. August 2012

Im Artikel “Bewilligungsverfahren für Grenzgänger Deutschland Schweiz – die 4 Modelle im Vergleich” haben wir die 4 Bewilligungsarten ausführlich vorgestellt. Damit auch visuell klar wird, wie eine solche Bewilligung aussieht ist anbei das Beispiel einer echten “B-Bewilligung” angehängt.

B-Bewilligung oder auch Aufenthaltsbewilligung EG /EFTA

B-Bewilligung oder auch Aufenthaltsbewilligung EG /EFTA

Zur Erinnerung, eine gilt bei Arbeitsvertrag 1 Jahr oder länger beziehungsweise bei unbefristeten Arbeitsverträgen. Die Bewilligung hat eine Gültigkeit von 5 Jahren, was sich anhand des Bildes gut nachvollziehen lässt (Einreisedatum 2007 => gültig bis 2012).

Neben dem Aufenthaltsort / Wohnadresse in der Schweiz wird außerdem noch der Zweck des Aufenthaltes angegeben.

Bewilligungsverfahren für Grenzgänger Deutschland Schweiz – die 4 Modelle im Vergleich

Samstag, 14. Juli 2012

Um in der Schweiz arbeiten zu können benötigen Sie als Grenzgänger Deutschland Schweiz eine so genannte Grenzgängerbewilligung, die mit Hilfe Ihres Arbeitgebers oder durch Sie selbst bei der zuständigen kantonalen Schweizer Behörde (Migrationsamt) beantragt wird.

Um die Grenzgängerbewilligung durchzuführen benötigen Sie von Fall zu Fall verschiedene Unterlagen, fragen Sie als also am besten bei Ihrer kantonalen Behörde im Voraus an. Die Bewilligung ist dabei befristet und ist von der Dauer des Arbeitsvertrages abhängig.

L-Bewilligung | Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA
Bei Arbeitsverträgen mit einer Dauer von weniger als einem Jahr wird die so genannte L-Bewilligung | Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA ausgestellt. Diese L-Bewilligung ist dabei genau so lange gültig wie der eigentliche Arbeitsvertrag. Dauert die Beschäftigung maximal 3 Monate, wird gar keine Arbeitsbewilligung benötigt. Eine Meldepflicht besteht in jedem Fall.

B-Bewilligung | Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA
Gilt ein Arbeitsvertrag 1 Jahr oder länger beziehungsweise ist er unbefristet, so ist die so genannte B-Bewilligung mit einer maximalen Gültigkeit von 5 Jahren zu beantragen.

G-Bewilligung | Grenzgängerbewilligung EG/EFTA
Die G-Bewilligung ist die typische Grenzgängerbewilligung für Personen, die in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen. Von den Grundbedingungen ist sie ähnlich wie die L- / und B-Bewilligung. Wenn der Arbeitsvertrag maximal ein Jahr oder kürzer besteht, dann ist die Bewilligung so lange gültig, wie der Arbeitsvertrag. Bei einem Arbeitsverhältnis von mehr als einem Jahr beträgt die Gültigkeit der G-Bewilligung 5 Jahre. Die Erwerbstätigkeit muss dabei innerhalb der Grenzzone stattfinden.

C-Bewilligung | Niederlassungsbewilligung EG/EFTA
Wenn Sie länger als 5 Jahre in der Schweiz beschäftigt sind erhalten Sie als EU-Bürger eine Niederlassungsbewilligung (C-Bewillligung). Die C-Bewilligung | Niederlassungs-bewilligung EG/EFTA wird dabei unbefristet erteilt. Die Kontrollfrist beträgt 5 Jahre.

Auführliche Infos mit Tabelle und weitern Informationen finden Sie unter http://grenzgaenger-krankenversicherung.t24.info/_dokumente/merkblatt_grenzgaengerbewilligungen.pdf

Krankenversicherung: Falle für ehemals Selbstständige

Samstag, 09. Januar 2010

Ein Selbstständiger, der wieder eine abhängige Beschäftigung aufnimmt, muss zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Egal, wie viel er verdient oder wie lange er schon bei seiner privaten Krankenversicherung (PKV) ist.

Erst wenn diese „neu“ Angestellten drei Jahre lang über der Versicherungspflichtgrenze verdient haben, dürfen sie wieder in die PKV zurück. Nach altem Recht konnten Selbstständige, die eine abhängige Beschäftigung aufnehmen, in der privaten Krankenversicherung verbleiben, sofern ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze lag.

Die jetzige Regelung diene nur dazu, der GKV zusätzliche Beiträge von Personen zu sichern, die rechtlich und tatsächlich nicht des Schutzes der GKV bedürfen, so der Verband der Privaten Krankenversicherung.

Viele privaten Krankenversicherungen haben hier reagiert. So haben ehemals Selbstständige dort die Möglichkeit für die Zeit der Versicherungspflicht in der GKV eine Anwartschaft abzuschließen. Für diesen Personenkreis entfällt hierbei die Begrenzung auf zwei Jahre. Alternativ kann mit dem einigen Tarifen zumindest der Gesundheitszustand für den späteren Neuabschluss des privaten Vertrages gesichert werden.

Geänderte Beihilfevorschriften

Samstag, 31. Oktober 2009

Ergänzenden Krankenversicherungsschutz anpassen

Mit Änderung der Beihilfevorschriften zum 14. Februar 2009 haben Beamte und ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen nur noch dann Anspruch auf Beihilfe, wenn sie eine „beihilfekonforme“ Pflichtversicherung nachweisen können. Dies gilt auch für die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Die geforderte Pflichtversicherung muss ambulante und stationäre Leistungen beinhalten und zusammen mit der Beihilfe einen hundertprozentigen Versicherungsschutz ergeben. Den maximalen Selbstbehalt hat der Gesetzgeber auf 5000 Euro jährlich begrenzt, was bei einem Beihilfeanspruch von beispielsweise 50 Prozent 2.500 Euro pro Kalenderjahr entspricht. Der Versicherungsschutz ist dem Dienstherrn mit einem entsprechenden Versicherungsnachweis zu belegen. .

Von dieser Regelung ausgenommen sind die Beamten, die bereits vor dem 1. April 2007 ergänzend krankenversichert waren. Sie haben auch dann Anspruch auf Beihilfe, wenn sie nur den ambulanten oder stationären Bereich abgesichert haben. Umfasst die Versicherung ausschließlich zahnärztliche Leistungen, so müssen diese Beamten ambulante oder stationäre Leistungen nachversichern.

Es wird allerdings empfohlen dringend, auch ohne den gesetzlichen Druck rechtzeitig den Versicherungsschutz zu ergänzen. Zwar macht die Erstattungslücke, etwa durch fehlenden ambulanten Versicherungsschutz, bei einem Beihilfeanspruch von 70 Prozent im Einzelfall nur 30 Prozent der entstehenden Kosten aus. Doch ist dieser 30-prozentige Kostenanteil anders als in den klassischen privaten Selbstbehalt-Tarifen nicht nach oben begrenzt. Eine plötzlich neu auftretende chronische Erkrankung kann aufgrund der finanziellen Dauerbelastung also sogar bis zum Ruin führen.

FOTO: aboutpixel.de © Michael Grabscheit


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